Baugeld vom Staat
Seit die Eigenheimzulage gestrichen wurde, meinen viele Hausherren oder Renovierer, dass
Baugeld vom Staat nicht mehr zu haben ist. Doch dem ist nicht so. Es gibt zahlreiche Förderprogramme von Bund und Ländern, die genutzt werden können.
Weiterhin hat der Staat mit der Wohn-Riester-Förderung eine weitere Möglichkeit der Unterstützung geschaffen.
So bieten beispielsweise
die Bundesländer verschiedene Fördermöglichkeiten in Form von zinsgünstigen Krediten. Die Art der Kredit sowie die speziellen Förderrichtlinien sind jedoch von Bundesland zu Bundesland verschieden, sie sollten daher im Einzelfall geprüft werden.
Je nachdem, welche Zielgruppe gefördert werden soll, können die Angebote der Bundesländer entweder an Familien mit Kindern oder aber an Modernisierer, die ihren CO2-Ausstoss verringern, vergeben werden.
Eine weitere interessante Möglichkeit der Bauförderung sind die Angebote der staatlichen Bank KfW. Die KfW Bankengruppe fördert hierbei sehr unterschiedliche Konzepte. Sie fördert beispielsweise über das KfW Wohneigentumsprogramm den Kauf oder den Bau einer Eigentumswohnung bzw.
eines Einfamilienwohnhauses. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Wohnung oder das Haus anschließend selbst bewohnt werden. Die Förderung erfolgt hier in Form niedriger Zinsen, gleichzeitig kann das Darlehen nachrangig besichert werden.
Für alle Bauherren, die ein besonders
energiesparendes Haus errichten wollen, eignet sich das Programm
Ökologisch Bauen. In diesem Bereich wird die Neuerrichtung eines Passivhauses sowie eines KfW 40 oder KfW 60-Hauses gefördert.
Auch der Einbau einer Heizung auf der Basis erneuerbarer Energien kann über das Programm Ökologisch Bauen gefördert werden, und zwar auch dann, wenn das Haus selbst kein Passivhaus ist. Grundsätzlich erfolgt die Förderung an alle Personen und Unternehmen,
die in die Neuerrichtung von Wohngebäuden investieren, also sowohl an Privatpersonen als auch an Gemeinden und Wohnungsunternehmen. Grundsätzlich ist es über das Programm Ökologisch Bauen möglich, die Bau- oder Investitionskosten zu 100% zu finanzieren, allerdings werden maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit gefördert.
Gefördert wird auch hier in Form zinsgünstiger Darlehen, die zudem über tilgungsfreie Anlaufjahre verfügen.
Ab dem 01. April 2009 bietet die KfW zudem ein neues Programm zur Förderung von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Dieses Programm ist unter dem Namen Wohnraum Modernisieren zu finden und fördert insbesondere Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken. Im Programm Wohnraum Modernisieren geht ab April 2009 auch das Programm Öko-Plus ein,
mit dem energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen zinsgünstig unterstützt werden sollen. Gleichzeitig bietet die KfW in diesem Bereich die
Finanzierung von Umbauten aus Altersgründen, wodurch Wohnungen oder Häuser barrierefrei genutzt werden können.
Über das KfW Programm Wohnraum Modernisieren können sowohl Komplett- als auch Einzelmaßnahmen gefördert werden. Eine Änderung ab April 2009 besagt zudem, dass für die Sanierung eines Hauses zum KfW Effizienzhaus der Förderhöchstbetrag angehoben wurde, und zwar auf jetzt 75.000 Euro. Die einzelnen Kosten, die hier gefördert werden, können über die Internetseite der KfW abgerufen werden, hier steht eine explizite Liste zur Verfügung.
Seit Ende des Jahres 2008 haben Bauwillige zudem die Möglichkeit, einen speziellen Riester-Vertrag abzuschließen. Dieser auch als
Wohn-Riester bezeichnete Vertrag ermöglicht es Bauherren oder Hauskäufern, die zur Investition der Immobilie notwendigen Geldmittel aus dem Riester-Vertrag zu entnehmen, und zwar zu 100%. Gleichzeitig ist es möglich,
Bausparverträge mit Riester-Förderung abzuschließen. In diesem Fall unterstützt der Staat zum einen die Ansparung von Eigenkapital für das spätere Haus, zum anderen kann die Förderung aber auch in die Tilgung investiert werden. Die Höhe der Förderung beträgt aktuell 154 Euro pro Jahr, pro Kind werden nochmals 185 Euro bezahlt. Für alle Kinder, die ab 2008 geboren wurden, wird der Betrag nochmals auf 300 Euro erhöht.